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 Vaterit und Monohydrocalcit

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Norbertit
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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 12:40    Vaterit und Monohydrocalcit Antworten mit ZitatNach oben

Dieses etwa 2,5 cm grosse Stüfchen mit weissen Vateritstengeln auf grünlichen Monohydrocalcit
stammt aus Piesky bei Spania Dolina in der Slowakei. Ich denke,dass es sich dabei um eine
Schlackenneubildung handelt,auch wenn keine richtige Schlackenmatrix erkennbar ist.
Oder sind natürliche Bildungsbedingungen dieser Calcium-Karbonate von dort bekannt?

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Taishan
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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 14:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Norbert,

schau dir mal diese Veröffentlichung von Mikus et al. an: Mikuš T., Patúš M., Luptáková J., Bancík T., Biroň A. (2017): Mineralogická charakteristika asociácie sekundárnych karbonátov vápnika zo Španej Doliny - prvý nález monohydrokalcitu z rudných ložísk na území Slovenska. Bull. Mineral. Petrolog., 25, 2, 318-326 (http://bullmineral.cz/paper/download/165/fulltext). Die Karbonate sind demnach als Stollenneubildung aus Tropfwasser entstanden. Die Bildung des Monohydrocalcits wird anscheinend durch im Wasser enthaltene Kupfer-Ionen katalysiert. Es handelt sich bei der Paragenese also nicht um Schlackenbildungen.

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McSchuerf
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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 16:51    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Norbert und Sun,

nein, sicher keine Schlackenbildung.

Ich habe ja dieses Exemplar von G.F. mit reichlich MHC schon mal hier irgendwo (wahrscheinlich bei den Slowakei-Mineralien) gezeigt, vom gleichen Fundort aber mit der Angabe "auf Gneis gewachsen". Das Muttergestein bei meinem Exemplar sieht wirklich nach Gneis aus, einem metamorphem Gestein!

Die Quelleangabe von Dir, Sun habe ich auch in Mindat.org gefunden.

Wenn man sich aber bereits nur mal die 2 Fotos von dem gleichen Matreial in Mindat.org anschaut und die Texte mal übersetzt, kommt unter anderem Folgendes dabei heraus:

"Interessantes Exemplar des Monohydrocalcits aus unserem neuen Fund mit Tomas Bancik im Jahr 2016 in der Lagune Špania Dolina. Die Probe wird hauptsächlich zu Stalaktiten geformt, in denen kristallisierte Aggregate vorliegen. Die maximale Länge der Stalaktiten beträgt 22 mm.

Die maximale Größe der Kristalle auf den Proben an dieser Stelle beträgt bis zu 40 mm! Welches sind die größten XLs von MHC in der Welt. Interessant ist auch die grüne Farbe der Monohydrocalcite aus Špania Dolina, die durch den Kupfergehalt (bis zu 0,01) verursacht wird. Identifiziert in der Slowakischen Akademie der Wissenschaften mittels WDS, RTG-Diffraktion und Raman-Analyse."


Mein Exemplar aus der gleichen Gegend (nämlich Spania Dolina) aber eben nicht von Piesky, sonderm von Bystrica, ist aber eben auf Gneis gewachsen; für mich weder Schlackenbildung noch Tropfsteinbildung, denn meine Exemplare an xx sind zwar reichlich aber nix mit Stalagtitenbildung.

Für mich eine eher spätthermale Bildung auf metamorphem Gneis. Cool

Trotzdem werde ich mir auch mal diese Quelle vornehmen. Danke dafür, Sun.

P.S. ich muss aber auch noch mal die Liste von G.F. wiederfinden und ob er da etwas zur Entstehung vermerkt hat. Momentan finde ich die Liste nicht. Rolling Eyes

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McSchuerf
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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 17:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Textzusatz beim 2. Bild in mindat ..

"Vaterit mit Calcit und Aragonit sind weiße pulverförmige Paramorphosen auf oder innerhalb von MHC xls."

.. und hier schon mal der abstract zum Artikel zum Übersetzen ..
http://bullmineral.cz/paper/download/165/abstract

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McSchuerf
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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 17:22    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Abstrakt
Monohydrocalcit (MHC) wird aufgrund seiner Metastabilität in geologischen Umgebungen als seltenes Mineral angesehen. Es war
Kürzlich in einer alten Grubengalerie in der berühmten verlassenen Kupferlagerstätte Špania Dolina (Mittelslowakei) gefunden
beliebt bei Mineralsammlern für gut entwickelte Oxidationszonen mit einer großen Menge sekundärer Mineralien. MHC ist
in Verbindung mit anderen Carbonaten - Calcit, Aragonit und Vaterit. MHC zeigt einen erhöhten Cu-Gehalt (bis zu 0,01) apfu) und leichte Anreicherung in SO3. Die empirische Formel von MHC kann als (Ca 0,99, Cu 0,01) CO3 · H2
O. Die Einheitszellen-Abs
-
Meter MHC für die trigonale Weltraumgruppe verfeinert
P
3
1
sind
ein
10.554 (1) Å,
c
7,5537 (Cool Å
V
728,68 (1Cool Å
3
. Raman
Die Spektroskopie bestätigte den Wassergehalt in der MHC-Struktur und zeigte das Vorhandensein von Vaterit. Raman-Bänder der O-H
Streckschwingungen traten in MHC-Spektren zwischen 3100 und 3500 cm auf
-1
. MHC aus Špania Dolina kann eingelagert werden
Produkt aus mit Cu-Ionen angereicherten Wetterwässern, die eher als Katalysator für die MHC-Kristallisation als für Calcit dienen.
TOC-Gehalt bis zu 0,28 Gew .-% % in MHC deuteten auf die Anwesenheit von organischem Material während der MHC-Kristallisation hin.
Über Google ÜbersetzerCommunityMobil

Also auch organische Komponenten bei der Bildung aus Wetterwässern.
Das Ganze im Rahmen einer Oxidationszone. Erklärt aber immer noch nicht meine Gneisbildung. Rolling Eyes

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Norbertit
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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 17:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Thumbup So eine umfangreiche Antwort hab ich eigentlich gar nicht erwartet. Smile

Besten Dank für Eure Ausführungen.

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Mente et Malleo

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McSchuerf
Bergmeister



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BeitragVerfasst am: 03.11.2018, 19:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Gerne. Man tut ja, was man kann. Smile
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