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[ WIKI ] Zwillingsbildung

Mineralien Lexikon

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McSchuerf
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 01.04.2026 - 17:13 Uhr  ·  #76
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Norbertit
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 01.04.2026 - 18:13 Uhr  ·  #77
Genau, das sind typische Fadenquarze, aber keine Zwillinge.
Binghamit
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 12.04.2026 - 17:54 Uhr  ·  #78
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pfälzer
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 12.04.2026 - 18:24 Uhr  ·  #79
Hallo Nurio,

einen Zwilling sehe ich bei dem Stück nicht. Eher dann vielleicht noch eine Parallelverwachsung.
Aber ich kann mich dem Gefühl nicht erwehren, als das bei den Flächen von dem Stück der Natur etwas nachgeholfen wurde. Wobei ich mich natürlich gerne eines Besseren belehren lasse.

Gruß
Jürgen
Binghamit
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 12.04.2026 - 18:38 Uhr  ·  #80
Habe diesen vor Jahren gekauft, in meiner Anfangszeit. Nun siw haben den selben Grundstamm und sind nicht einzeln Nebeneinander hoch gewachsen. ^_^
Norbertit
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 12.04.2026 - 20:05 Uhr  ·  #81
Ich sehe da einfach nur zwei zufällig miteinander verwachsene Kristalle.Kein Zwillling,und keine Parallelverwachsung.
Ich kann mich natürlich auch täuschen. ::):
Binghamit
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 14.04.2026 - 10:32 Uhr  ·  #82
Sehe ich anders, aber egal. Vermutlich suchst Du Siamesische Zwillinge...
McSchuerf
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 14.04.2026 - 15:33 Uhr  ·  #83
Diese Zwillingsart kennen wir im Mineralreich nicht. o.O ;-)
Zirkonia
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 14.04.2026 - 15:48 Uhr  ·  #84
Siamesische Zwillinge kenne ich auch nicht in der Mineralogie, aber interessant, welche verschiedenen Begriffe bzw Möglichkeiten es im Bereich Verwachsung / Zwillingsbildung / Verzwillingung es gibt:

Albit-Zwilling
Bavenoer Zwilling
Belowda-Beacon-Zwilling
Berührungszwillinge
Brasilianer Zwilling
Breithaupt-Zwilling
Cornish-Zwilling
Dauphinée-Zwilling
Deformations-/Gleitzwillinge
Durchdringungszwillinge
Eisernes Kreuz
Ergänzungszwillinge
Esterel-Zwilling
Japaner Zwilling
Unechte Japaner Zwillinge
Karlsbader Zwilling
Kniezwillinge
Kontaktzwillinge
lamellare Zwillinge
Liebisch-Zwilling
Manebacher Zwilling
Mimetische Zwillinge
multiple Zwillinge
polysynthetische Gleitzwillinge
polysynthetische Zwillinge
Penetrationszwillinge
Pierre-Levee-Zwilling
Quarz-Zwillinge
Rotoinversionszwillinge
Sardinien-Zwilling
Schwalbenschwanzzwilling
Transformationszwillinge
Wachstumszwillinge
Wheal-Coats-Zwilling
Zahnradzwillinge

(Liste vermutlich unvollständig und teils auch durch die entsprechenden Kategorien doppelt, teils aber auch auf den Seiten 2 und 3 von Peter bereits erwähnt).

Gruß
Inge
Norbertit
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 14.04.2026 - 17:55 Uhr  ·  #85
Das ist tatsächlich nur die Spitze vom Eisberg mit den vielen Zwillingen, die es bei Kristallen gibt.
Dann kommen noch die dazu, die nur mit den indizierten Nummern der Flächen,die die Zwillinge bilden, bezeichnet werden.Also z.B.ein Zwilling nach (111) bei würfeligen Kristallen.
Zirkonia
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Re: [ WIKI ] Zwillingsbildung

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Gepostet: 14.04.2026 - 18:19 Uhr  ·  #86
Ja, wie Peter damals schon angesprochen hatte, ist das eine Wissenschaft für sich.

Die Flächen, die die Zwillinge bilden, sind in der Regel rational, das heißt, sie haben einfache, kleine Miller-Indizes (wie (111), (010), (110)). Das ist das, was Du ansprichst. Es handelt sich dabei ja um gesetzmäßige Verwachsungen, bei denen die Individuen durch Symmetrieoperationen (Spiegelung, Drehung) ineinander überführt werden können, die der Einzelkristall nicht besitzt.

Diese Art von Verwachsungen, bei der die Zwillingsbildung durch die kristallographischen Indizes (Miller-Indizes) der Zwillingsfläche bzw. der Ebene, an der die Spiegelung stattfindet, beschrieben wird, nennt man allgemein Spiegelzwillinge oder Kontaktzwillinge.

Kategorisiert wird aber allgemein, soweit ich nachlesen konnte, wie folgt:

Grundlegende Zwillingsarten:(Verwachsungsformen)
Berührungszwillinge (Kontaktzwillinge): Zwei Kristallindividuen sind an einer planen Fläche (Verwachsungsfläche) flächenhaft miteinander verbunden.
Durchdringungszwillinge (Penetrationszwillinge): Die Kristalle scheinen ineinander hineinzuwachsen. Die Verwachsungsfläche ist unregelmäßig, die Individuen durchdringen sich.
Wachstumszwillinge: Entstehen primär während der Kristallisation aus der Schmelze oder Lösung.
Transformationszwillinge: Entstehen bei einer Änderung der Modifikation (Phasenumwandlung) beim Abkühlen, wenn der Kristall seine innere Struktur ändert.
Deformations- / Gleitzwillinge: Entstehen sekundär durch äußeren Druck (tektonische Deformation) auf einen bestehenden Kristall.
Polysynthetische Zwillinge: Wiederholte Verzwillingung nach demselben Gesetz, bei der viele dünne Lamellen parallel zueinander angeordnet sind (typisch für Plagioklase).
Polysynthetische Gleitzwillinge: Wiederholte Zwillinge, die durch mechanische Deformation (Gleiten) erzeugt wurden, häufig in Calcit.
Mimetische Zwillinge: Zwillinge, die durch ihre Verwachsung eine höhere Symmetrie vortäuschen (häufig pseudo-hexagonal), als die Kristallstruktur des Einzelkristalls eigentlich besitzt.
Ergänzungszwillinge: Andere Bezeichnung für mimetische Zwillinge.

Und die Hauptmerkmale von Zwillingen sind:
Gesetzmäßigkeit: Die Kristalle sind durch eine Symmetrieoperation miteinander verbunden.
Gemeinsames Gitter: Obwohl es sich um mehrere Individuen handelt, teilen sie sich oft ein gemeinsames Kristallgitter.
Einspringende Winkel: Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind sogenannte einspringende Winkel (Ecken, die nach innen gehen), die bei einfachen, unverzwillingten Kristallen nicht vorkommen.
Symmetrie-Täuschung: Zwillinge können eine höhere Symmetrie vortäuschen (mimetische Zwillinge), als das Mineral eigentlich besitzt.
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