Kleine Zusammenstellung der bekanntesten Redewendungen aus dem Bergbau:
Glückauf / Glück auf: Der traditionelle Bergmannsgruß. Er drückt die Hoffnung aus, dass sich die Gänge auftun (Erz gefunden wird) und die Bergleute gesund wieder nach oben kommen.
Schicht im Schacht: Bezeichnet das Ende der Arbeit. Wenn der Förderkorb im Schacht nicht mehr fährt, ist die Schicht vorbei.
Vor die Hunde gehen: Ursprünglich „vor die Hunte (Grubenwagen) gehen“. Wenn ein Bergmann schlecht arbeitete, musste er zur Strafe die schweren Wagen (Hunte) ziehen. Wer im übertragenen Sinne „vor die Hunde geht“, ist dem Unglück verfallen.
Die Luft ist rein: Dies bedeutete, dass keine giftigen oder explosiven Gase (Schlagwetter) mehr in der Grube waren und gefahrlos gearbeitet werden konnte.
Auf dem Kerbholz haben: Leistungen und verbrauchte Materialien wurden früher durch Einkerbungen in einem Holzstock festgehalten. Wer viel „auf dem Kerbholz“ hat, hat sich viel zu Schulden kommen lassen.
Den Kanal voll haben: Leitet sich vom „Kanal“ (Wasserabfluss) oder dem Grubenhund ab, der voll beladen ist. Es bedeutet, keine Kapazität mehr zu haben.
Schwarzarbeit: Kommt von der Arbeit in der Kohle („schwarzes Gold“), die oft körperlich extrem anstrengend war.
Alter Mann: Bezeichnung für einen bereits ausgebeuteten, nicht mehr genutzten Teil des Bergwerks
Etwas zu Tage fördern: Etwas ans Licht bringen, zum Vorschein bringen oder Ergebnisse präsentieren. Bezieht sich auf das Heraufschaffen von Erz oder Kohle an die Oberfläche.
Den schwarzen Peter haben: Stammt aus dem Bergbau, wo der "schwarze Peter" oft für eine besonders schwere oder unbeliebte Aufgabe stand, die weitergereicht wurde.
Auf dem Schlauch stehen: Kann aus der Situation entstehen, wenn die Luftzufuhr (Wetterführung) durch einen geknickten Schlauch unterbrochen wurde, was den Bergmann handlungsunfähig machte.
Jemanden auf den Zahn fühlen: Ursprünglich wohl aus der Kontrolle der Arbeitsgeräte (Zähne der Werkzeuge) oder der Erzproben, um deren Qualität zu prüfen.
Pech gehabt: Bezieht sich darauf, dass man statt wertvollem Erz nur "Pech" (Bitumen/Erdpech) gefunden hat.
Vom Fach sein / vom Fach kommen: Bezieht sich auf die "Fächer" im Bergbau, die Fachleute (Steiger) kontrollierten.
Ein gutes Blatt haben: Kommt aus der Erzsuche, wo eine gute Schicht (Blatt) im Gestein ein Hinweis auf Reichtum war.
Den Kumpel machen: "Kumpel" ist die Bezeichnung für einen Kollegen unter Tage.
Auf den Hund gekommen: Bezieht sich auf den "Hunt", einen Förderwagen, der bei schlechter Ausbeute nicht gefüllt wurde.
Da ist Hängen im Schacht: Ein geflügeltes Wort für Schwierigkeiten oder ein plötzliches Stocken der Arbeiten.
Untertage / Übertage: Bezeichnet die Arbeit direkt im Bergwerk (unter) oder an der Oberfläche (über).
Die Flinte ins Korn werfen: Wird manchmal mit der "Wetterlutte" (einem Rohr zur Luftzufuhr) verglichen, wenn diese weggeworfen wurde, weil keine Luft mehr kam.
Jemanden ans Bein binden: Kommt von den Lederstulpen (Fahrleder), die sich Bergleute zum Schutz um die Beine banden.
Vom Leder ziehen: Stammt von den Bergleuten, die ihren "Fahrkittel" (Lederkittel) bei der Arbeit anzogen. Es bedeutete, sich für die Arbeit bereit zu machen, wird heute aber eher für "ein Schwert ziehen" genutzt.
In der Grube ist das Leben kurz, aber der Humor lang: Bezug auf den Galgenhumor der Bergleute.
Wenn der Schlägel nicht mehr klingt, der Bergmann in die Kniee zwingt.: Bezug auf den Zusammenhalt bei Gefahr.
Sprüche
Es tut kein Gang so gut,
er hat denn einen eisernen Hut.
Tief in der Erde Schoss, erwartet uns ein ernstes Los.
Tiefe schafft Bescheidenheit.
Vor der Hacke ist es duster.
Glückauf / Glück auf: Der traditionelle Bergmannsgruß. Er drückt die Hoffnung aus, dass sich die Gänge auftun (Erz gefunden wird) und die Bergleute gesund wieder nach oben kommen.
Schicht im Schacht: Bezeichnet das Ende der Arbeit. Wenn der Förderkorb im Schacht nicht mehr fährt, ist die Schicht vorbei.
Vor die Hunde gehen: Ursprünglich „vor die Hunte (Grubenwagen) gehen“. Wenn ein Bergmann schlecht arbeitete, musste er zur Strafe die schweren Wagen (Hunte) ziehen. Wer im übertragenen Sinne „vor die Hunde geht“, ist dem Unglück verfallen.
Die Luft ist rein: Dies bedeutete, dass keine giftigen oder explosiven Gase (Schlagwetter) mehr in der Grube waren und gefahrlos gearbeitet werden konnte.
Auf dem Kerbholz haben: Leistungen und verbrauchte Materialien wurden früher durch Einkerbungen in einem Holzstock festgehalten. Wer viel „auf dem Kerbholz“ hat, hat sich viel zu Schulden kommen lassen.
Den Kanal voll haben: Leitet sich vom „Kanal“ (Wasserabfluss) oder dem Grubenhund ab, der voll beladen ist. Es bedeutet, keine Kapazität mehr zu haben.
Schwarzarbeit: Kommt von der Arbeit in der Kohle („schwarzes Gold“), die oft körperlich extrem anstrengend war.
Alter Mann: Bezeichnung für einen bereits ausgebeuteten, nicht mehr genutzten Teil des Bergwerks
Etwas zu Tage fördern: Etwas ans Licht bringen, zum Vorschein bringen oder Ergebnisse präsentieren. Bezieht sich auf das Heraufschaffen von Erz oder Kohle an die Oberfläche.
Den schwarzen Peter haben: Stammt aus dem Bergbau, wo der "schwarze Peter" oft für eine besonders schwere oder unbeliebte Aufgabe stand, die weitergereicht wurde.
Auf dem Schlauch stehen: Kann aus der Situation entstehen, wenn die Luftzufuhr (Wetterführung) durch einen geknickten Schlauch unterbrochen wurde, was den Bergmann handlungsunfähig machte.
Jemanden auf den Zahn fühlen: Ursprünglich wohl aus der Kontrolle der Arbeitsgeräte (Zähne der Werkzeuge) oder der Erzproben, um deren Qualität zu prüfen.
Pech gehabt: Bezieht sich darauf, dass man statt wertvollem Erz nur "Pech" (Bitumen/Erdpech) gefunden hat.
Vom Fach sein / vom Fach kommen: Bezieht sich auf die "Fächer" im Bergbau, die Fachleute (Steiger) kontrollierten.
Ein gutes Blatt haben: Kommt aus der Erzsuche, wo eine gute Schicht (Blatt) im Gestein ein Hinweis auf Reichtum war.
Den Kumpel machen: "Kumpel" ist die Bezeichnung für einen Kollegen unter Tage.
Auf den Hund gekommen: Bezieht sich auf den "Hunt", einen Förderwagen, der bei schlechter Ausbeute nicht gefüllt wurde.
Da ist Hängen im Schacht: Ein geflügeltes Wort für Schwierigkeiten oder ein plötzliches Stocken der Arbeiten.
Untertage / Übertage: Bezeichnet die Arbeit direkt im Bergwerk (unter) oder an der Oberfläche (über).
Die Flinte ins Korn werfen: Wird manchmal mit der "Wetterlutte" (einem Rohr zur Luftzufuhr) verglichen, wenn diese weggeworfen wurde, weil keine Luft mehr kam.
Jemanden ans Bein binden: Kommt von den Lederstulpen (Fahrleder), die sich Bergleute zum Schutz um die Beine banden.
Vom Leder ziehen: Stammt von den Bergleuten, die ihren "Fahrkittel" (Lederkittel) bei der Arbeit anzogen. Es bedeutete, sich für die Arbeit bereit zu machen, wird heute aber eher für "ein Schwert ziehen" genutzt.
In der Grube ist das Leben kurz, aber der Humor lang: Bezug auf den Galgenhumor der Bergleute.
Wenn der Schlägel nicht mehr klingt, der Bergmann in die Kniee zwingt.: Bezug auf den Zusammenhalt bei Gefahr.
Sprüche
Es tut kein Gang so gut,
er hat denn einen eisernen Hut.
Tief in der Erde Schoss, erwartet uns ein ernstes Los.
Tiefe schafft Bescheidenheit.
Vor der Hacke ist es duster.



