Artikelname: Magnetismus
Autor: Zirkonia
Beschreibung: Magnetismus
Kategorie: Lexikon M
Typ:
>>Lies den ganzen Artikel
Magnetismus ist mit ein wichtiges Bestimmungskriterium im Mineralienbereich.
Dabei unterscheidet man:
1) Ferromagnetische Mineralien werden stark von Magneten angezogen und können selbst dauerhaft magnetisiert werden.
Diese Mineralien reagieren sofort und deutlich auf einen normalen Haushaltsmagneten.
Beispiele:
Magnetit (Fe₃O₄) ist das stärkste magnetische Mineral, es zieht Eisen an und lenkt Kompassnadeln ab.
Gediegenes Eisen (Fe) ist extrem stark magnetisch und kommt meist nur in Meteoriten vor.
Pyrrhotin / Magnetkies (Fe₁₋ₓS) ist ein häufiges Sulfidmineral mit oft sehr starkem Magnetismus.
Maghemit (γ-Fe₂O₃) ist eine magnetische Modifikation von Hämatit und entsteht durch Verwitterung.
Awaruit (Ni₃Fe) ist eine seltene natürliche Nickel-Eisen-Verbindung.
Zu Ferromagnetismus siehe Lexikonbeitrag und WIKI Beitrag.
2) Paramagnetische Mineralien werden von einem Magnetfeld schwach angezogen, verlieren ihre Magnetisierung aber sofort wieder, wenn das Feld entfernt wird.
Schwach bis mäßig magnetische Mineralien zeigen oft erst eine Reaktion, wenn sie in Pulverform vorliegen oder man einen sehr starken Neodym-Magneten nutzt.
Beispiele:
Ilmenit (FeTiO₃) kann schwach magnetisch sein, besonders bei Erhitzung.
Chromit (FeCr₂O₄) ist ein wichtiges Chrom-Erz, das oft eine spürbare Anziehung zeigt.
Hämatit / Blutstein (Fe₂O₃) ist meist unmagnetisch, zeigt aber im Pulver oder bei Hitze schwache Reaktionen.
Franklinit (ZnFe₂O₄) ist ein Zink-Eisen-Oxid, das eng mit Magnetit verwandt ist.
Siderit / Spateisenstein (FeCO₃) wird beim Erhitzen stark magnetisch.
3) Diamagnetische Mineralien werden von einem Magnetfeld sehr schwach abgestoßen.
Sehr schwach magnetische Mineralien enthalten zwar Eisen oder Mangan, reagieren aber so schwach, dass man den Magneten an einem Faden aufhängen muss, um die Bewegung zu sehen.
Beispiele:
Biotit (Dunkler Glimmer) enthält Eisen und Magnesium.
Amphibole und Pyroxene sind häufige gesteinsbildende Silikate mit Eisenanteil.
Granat (Almandin): Die eisenreiche Granat-Variante reagiert minimal auf starke Magnete.
Olivin ist ein Hauptbestandteil des Erdmantels, der durch Eisenanteile schwach paramagnetisch ist.
Hier könnt ihr gerne Tests Euerer magnetischen Mineralien zeigen.
Autor: Zirkonia
Beschreibung: Magnetismus
Kategorie: Lexikon M
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Magnetismus ist mit ein wichtiges Bestimmungskriterium im Mineralienbereich.
Dabei unterscheidet man:
1) Ferromagnetische Mineralien werden stark von Magneten angezogen und können selbst dauerhaft magnetisiert werden.
Diese Mineralien reagieren sofort und deutlich auf einen normalen Haushaltsmagneten.
Beispiele:
Magnetit (Fe₃O₄) ist das stärkste magnetische Mineral, es zieht Eisen an und lenkt Kompassnadeln ab.
Gediegenes Eisen (Fe) ist extrem stark magnetisch und kommt meist nur in Meteoriten vor.
Pyrrhotin / Magnetkies (Fe₁₋ₓS) ist ein häufiges Sulfidmineral mit oft sehr starkem Magnetismus.
Maghemit (γ-Fe₂O₃) ist eine magnetische Modifikation von Hämatit und entsteht durch Verwitterung.
Awaruit (Ni₃Fe) ist eine seltene natürliche Nickel-Eisen-Verbindung.
Zu Ferromagnetismus siehe Lexikonbeitrag und WIKI Beitrag.
2) Paramagnetische Mineralien werden von einem Magnetfeld schwach angezogen, verlieren ihre Magnetisierung aber sofort wieder, wenn das Feld entfernt wird.
Schwach bis mäßig magnetische Mineralien zeigen oft erst eine Reaktion, wenn sie in Pulverform vorliegen oder man einen sehr starken Neodym-Magneten nutzt.
Beispiele:
Ilmenit (FeTiO₃) kann schwach magnetisch sein, besonders bei Erhitzung.
Chromit (FeCr₂O₄) ist ein wichtiges Chrom-Erz, das oft eine spürbare Anziehung zeigt.
Hämatit / Blutstein (Fe₂O₃) ist meist unmagnetisch, zeigt aber im Pulver oder bei Hitze schwache Reaktionen.
Franklinit (ZnFe₂O₄) ist ein Zink-Eisen-Oxid, das eng mit Magnetit verwandt ist.
Siderit / Spateisenstein (FeCO₃) wird beim Erhitzen stark magnetisch.
3) Diamagnetische Mineralien werden von einem Magnetfeld sehr schwach abgestoßen.
Sehr schwach magnetische Mineralien enthalten zwar Eisen oder Mangan, reagieren aber so schwach, dass man den Magneten an einem Faden aufhängen muss, um die Bewegung zu sehen.
Beispiele:
Biotit (Dunkler Glimmer) enthält Eisen und Magnesium.
Amphibole und Pyroxene sind häufige gesteinsbildende Silikate mit Eisenanteil.
Granat (Almandin): Die eisenreiche Granat-Variante reagiert minimal auf starke Magnete.
Olivin ist ein Hauptbestandteil des Erdmantels, der durch Eisenanteile schwach paramagnetisch ist.
Hier könnt ihr gerne Tests Euerer magnetischen Mineralien zeigen.



