Übernahme von Beitrag AndyG ..
Angeregt durch die LAPIS-Ausgabe vom April 2007 besuchte ich am 06.08.2007 die Stadt Heidelberg. In dem genannten Heft wurde in zwei spannenden Artikeln über die Wiederentdeckung des Heidelberger Beryllvorkommens und von weiterenNeufunden berichtet. Vor 150 Jahren waren die Berylle aus Heidelberg eine Berühmtheit, auch von seltenen Drusen im Granit, mit frei gewachsenen Kristallen von Feldspat und Quarz, wird berichtet. Zwar hatte ich nur wenig Zeit, nur kleines Werkzeug dabei und lagen die im LAPIS beschriebenen Funde schon eine Weile zurück, wie auch die aktuellen Fundmöglichkeiten wohl nicht gerade rosig waren, doch hoffte ich auf ein pegmatitisches Belegstück mit etwas Schörlvielleicht, oder mit nettem Glimmer? Genauere Fundortbeschreibungen gab es natürlich nicht und so kaufte ich mir an
der Touristen-Infostelle erstmal einen Stadtplan. In der Umgebung der Hirschgasse sollten sich mehrere Aufschlüsse befinden. Nach einem beschaulichen Spaziergang durch die Stadt, vorbei am hoch über dem Neckar thronenden Schloss und über den Fluss hinweg, erreichte ich das steil bergan führende Sträßchen. An einer Schranke endet der
asphaltierte Teil der Hirschgasse und rechterhand zieht sich ein kleiner, unbefestigter Pfad hinauf. Die Hirschgasseselbst schlängelt sich noch etwas weiter durch den Wald und mündet schließlich in den bekannten Philosophenweg. Ostwärts gelangt man zur Moltkehütte, in deren Umgebung farbige Turmaline, Lithiumglimmer etc. gefunden worden und
weiter zu den Felsklippen der Haarlass. Dieser Weg brachte mir aber, abgesehen von leckeren Waldbrombeeren, idyllischer Umgebung und einem atemberaubenden Blick auf die Stadt mitsamt Schloss, mineralogisch gesehen nichts weiter ein. So entschloss ich mich, noch einmal zu dem mit Geröllen gespickten Trampelpfad zurückzukehren und ihm zufolgen. Bald schon zogen sich ausgewaschene Schneisen den Hang hoch und überall lagen, blockfeldartig verstreut, Granit- und Pegmatitstücke. Ich konnte gar nicht so viel Turmalin mitnehmen, wie herumlag. Immer wieder kam ein schöneres Stück zum Vorschein. Und ich musste noch nicht einmal den Hammer bemühen. Irgendwann hielt ich dann die fast kopfgroße Stufe mit einem herrlichen glänzenden Schörlstengel in der Hand. Da hatte ich genug. Etwas Besseres
würde ich eh nicht mehr finden. Zuhause dann die Überraschung: in einem Stück mit schönem Muskovit steckte ein sechsseitiger Einschluss - Beryll! Ich hätte nicht zu hoffen gewagt, so etwas zu finden. Beim zerkleinern einer weiteren Stufe fand ich noch mehr kleine, gelbliche Beryllstengelchen. Spätestens jetzt änderte sich mein Gefühl
- jeder Sammler wird es kennen. Man geht an einen Fundort ohne Hoffnung, freut sich, dass man doch etwas findet, findet beim Aufarbeiten noch mehr und ärgert sich nun, nicht mehr Zeit gehabt und gründlicher gesucht zu haben…
Fazit: der Fundort ist brandaktuell! Es macht einfach Spaß, hier zu suchen und auch für Kinder ist das sicherlich interessant. Das Gelände ist nicht allzu schwierig und man muss vielmals nicht einen Hammerschlag tun, um etwa hübschen schwarzen Schörl zu finden. Ich für meinen Teil bin jedenfalls nicht zum letzten Mal in Heidelberg gewesen,denn ich bin der Auffassung, dass es dort oben bei gründlicher Suche noch viel bessere Berylle geben wird! Und wer weiß, vielleicht noch mehr…
Glückauf
Andreas
---Bilder folgen noch!!---
Angeregt durch die LAPIS-Ausgabe vom April 2007 besuchte ich am 06.08.2007 die Stadt Heidelberg. In dem genannten Heft wurde in zwei spannenden Artikeln über die Wiederentdeckung des Heidelberger Beryllvorkommens und von weiterenNeufunden berichtet. Vor 150 Jahren waren die Berylle aus Heidelberg eine Berühmtheit, auch von seltenen Drusen im Granit, mit frei gewachsenen Kristallen von Feldspat und Quarz, wird berichtet. Zwar hatte ich nur wenig Zeit, nur kleines Werkzeug dabei und lagen die im LAPIS beschriebenen Funde schon eine Weile zurück, wie auch die aktuellen Fundmöglichkeiten wohl nicht gerade rosig waren, doch hoffte ich auf ein pegmatitisches Belegstück mit etwas Schörlvielleicht, oder mit nettem Glimmer? Genauere Fundortbeschreibungen gab es natürlich nicht und so kaufte ich mir an
der Touristen-Infostelle erstmal einen Stadtplan. In der Umgebung der Hirschgasse sollten sich mehrere Aufschlüsse befinden. Nach einem beschaulichen Spaziergang durch die Stadt, vorbei am hoch über dem Neckar thronenden Schloss und über den Fluss hinweg, erreichte ich das steil bergan führende Sträßchen. An einer Schranke endet der
asphaltierte Teil der Hirschgasse und rechterhand zieht sich ein kleiner, unbefestigter Pfad hinauf. Die Hirschgasseselbst schlängelt sich noch etwas weiter durch den Wald und mündet schließlich in den bekannten Philosophenweg. Ostwärts gelangt man zur Moltkehütte, in deren Umgebung farbige Turmaline, Lithiumglimmer etc. gefunden worden und
weiter zu den Felsklippen der Haarlass. Dieser Weg brachte mir aber, abgesehen von leckeren Waldbrombeeren, idyllischer Umgebung und einem atemberaubenden Blick auf die Stadt mitsamt Schloss, mineralogisch gesehen nichts weiter ein. So entschloss ich mich, noch einmal zu dem mit Geröllen gespickten Trampelpfad zurückzukehren und ihm zufolgen. Bald schon zogen sich ausgewaschene Schneisen den Hang hoch und überall lagen, blockfeldartig verstreut, Granit- und Pegmatitstücke. Ich konnte gar nicht so viel Turmalin mitnehmen, wie herumlag. Immer wieder kam ein schöneres Stück zum Vorschein. Und ich musste noch nicht einmal den Hammer bemühen. Irgendwann hielt ich dann die fast kopfgroße Stufe mit einem herrlichen glänzenden Schörlstengel in der Hand. Da hatte ich genug. Etwas Besseres
würde ich eh nicht mehr finden. Zuhause dann die Überraschung: in einem Stück mit schönem Muskovit steckte ein sechsseitiger Einschluss - Beryll! Ich hätte nicht zu hoffen gewagt, so etwas zu finden. Beim zerkleinern einer weiteren Stufe fand ich noch mehr kleine, gelbliche Beryllstengelchen. Spätestens jetzt änderte sich mein Gefühl
- jeder Sammler wird es kennen. Man geht an einen Fundort ohne Hoffnung, freut sich, dass man doch etwas findet, findet beim Aufarbeiten noch mehr und ärgert sich nun, nicht mehr Zeit gehabt und gründlicher gesucht zu haben…
Fazit: der Fundort ist brandaktuell! Es macht einfach Spaß, hier zu suchen und auch für Kinder ist das sicherlich interessant. Das Gelände ist nicht allzu schwierig und man muss vielmals nicht einen Hammerschlag tun, um etwa hübschen schwarzen Schörl zu finden. Ich für meinen Teil bin jedenfalls nicht zum letzten Mal in Heidelberg gewesen,denn ich bin der Auffassung, dass es dort oben bei gründlicher Suche noch viel bessere Berylle geben wird! Und wer weiß, vielleicht noch mehr…
Glückauf
Andreas
---Bilder folgen noch!!---




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