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Farbzonen - Phantombildung

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Farbzonen - Phantombildung

 ·  Gepostet: 05.12.2013 - 10:52 Uhr  · 
Farbzonen in Kristallen - Phantombildung

Farbzonen in Kristallen und Kristallaggregaten zeigen an, dass sich während des Wachstums eine oder mehrere natürliche Gegebenheiten verändert haben; andernfalls wäre ein gleichmäßig gefärbter Kristall bzw. Kristallaggregat entstanden.

Folgende natürliche Gegebenheiten können sich auf folgende Weise verändert haben:

- ungleichmäßige oder unterbrochene Anlieferung des Baumaterials; mit anderen Mengenverhältnissen fortgesetzte Anlieferung

- Temperaturwechsel

- Druckveränderung, dadurch Beeinflussung der Löslichkeit von Stoffen und Gasen

- Veränderung der Alkalität (pH-Wert) wässriger Lösungen im Laufe hydrothermaler Vorgänge

- örtliche Erhöhung oder Verminderung der Fließgeschwindigkeit mit verändertem Querschnitt des Zufluss-Weges und der durchflossenen Gesteinsspalte.

Eine bevorzugte Fließrichtung begünstigt die Stoffzufuhr zu Kristallflächen, die dem Strom zugewandt sind und benachteiligt die entgegengesetzten Flächen. Selbst "Verunreinigungen", wie bituminöse Stoffe, Petroleum, Sandkörner oder andere Kristallarten können zeitlich begrenzt zugegen sein und das Kristallwachstum sowie die Farbe und andere Eigenschaften des Wirtskristalls beeinflussen.

Beispiele: blaues Steinsalz, Fluorit.


Phantombildung

Auch bei Einzelkristallen kann man eine Vielfalt von Farbzonierungen durch Einlagerungen beobachten. Verlaufen sie parallel zu möglichen oder tatsächlichen kristallografischen Flächen im Innern, dann lässt sich der entstehende Eindruck oft als Phantombildung beschreiben.

Mit zu den eindrucksvollsten Beispielen zählen die Phantomquarze, deren frühere Wachstumsstadien oft durch feinen Chloritstaub markiert werden, der sich auf Rhomboeder- und Prismen-Flächen abgeschieden hat und beim weiteren Wachstum umhüllt wurde.


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