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Erythrin

Bergmeister
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Herkunft: Planet Erde
Alter: 62
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Betreff:

Erythrin

 ·  Gepostet: 22.12.2014 - 17:40 Uhr  · 
Erythrin (Kobaltblüte) ist chemisch ein wasserhaltiges Kobalt-Arsenat aus dem monoklinen Kristallsystem von rosaroter bis dunkelroter Farbe mit violetter Tönung (Pfirsichblütenrot). Durch Zersetzung zeigt Erythrin auch eine perl- bis grünlichgraue Färbung. Die Kristalle sind prismatisch, nadelförmig, abgeflacht und oft gestreift; sie bilden büschlige, sternförmige sowie strahlig-blättrige Aggregate. Auch gibt es kuglige bis nierige Formen mit rauher Oberfläche; auch erdig und als Anflug. Dünne Plättchen sind etwas biegsam.

Das Mineral mit einer Mohs-Härte von 2,5, einer vollkommenen Spaltbarkeit und einer roten Strichfarbe ist relativ häufig.

Als sekundäres Mineral ist Erythrin in der Oxidationszone von kobaltreichen Erzen, wie z.B. von Skutterudit und Cobaltit, entstanden.
Bekannte deutsche Vorkommen sind Schneeberg in Sachsen; Richelsdorf in Nordhessen; Bieber im Spessart sowie Wittichen im Schwarzwald.
Zu den weiteren Fundorten zählen unter anderem Allemont in Frankreich; das Riesengebirge, Cap Calamita, Elba; Val Sugana, Trient, Italien sowie Cornwall in England. Zu den bekannten außereuropäischen Fundorten für Erythrin zählt Queensland, Australien. Hervorragende Kristalle in einer Größe von 2-3 cm, in blättrigen Rosetten gruppiert, findet man in Bou Azzer im Anti-Atlas, Marokko.

1754 erwähnte J. F. Henkel in seiner “Kieshistorie“ den Namen “Koboldblüthe“; A. F. Cronstedt beschrieb sie 1770 als dünnen, erdigen Belag auf “Kobolterzen“.
Der deutsche Name wurde also sicherlich von dem äußeren Erscheinungsbild des Minerals abgeleitet: “Ausblühungen“ auf Erzen, blütenähnliche Anordnung der Kristallgruppen. Der internationale Name wurde 1832 von dem Mineralogen F. S. Beudant aus dem griechischen Wort erythros = rot abgeleitet.
Im Gelände stellen die auffallend lebhaft gefärbten Erythrinbeläge immer einen eindeutigen Hinweis auf kobaltreiche Gesteine dar.

Quelle: Die farbigen Naturführer – Mineralien – Olaf Medenbach, Cornelia Sussieck-Fornefeld, Mosaik Verlags GmbH, München.

Weitere Details inkl. zahlreicher weiterer Fundort-Angaben und ggf. Aktualisierungen zum Mineral sind der Datenbank mindat.org zu entnehmen.


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